Guardini-Studien Reihenvorwort

Der intensive Kontakt zu den Großen der Tradition ist unserer wie jeder Zeit unabdingbar, ad fontes ist jedenfalls heute das wichtigste bildungs- und kulturbezügliche Motto.

Und Romano Guardini gehört zu jenen, deren Bücher immer wieder auf den Tisch müssen. Er ist präsent, anschlussfähig. Da sind keine abgebrochenen Brücken, er ist nahe genug an der Gegenwart.

Akademisch exzellent gehört er zu den wenigen großen originellen und bleibenden Theologen des Zwanzigsten Jahrhunderts. In seiner Lehre von der Gesamtwirklichkeit und ihren Geheimnissen ist die große abendländische Tradition präsent – sei es Platon, sei es Kafka, sei es St. Augustinus, sei es Heidegger. Und dazu werden auch unsere Gegenwartsprobleme diagnostiziert.

So sprach und spricht Guardini viele Menschen an, Theologen, Philosophen, aber auch Nichttheologen und Nichtakademiker, vor allem auch junge Menschen. Man denke an seine große Hörerschaft.

Sein Blick auf den Menschen und auf Gott ist unerschöpft.

Dementsprechend erschließen die „Guardini-Studien“ einen Jahrhundert-Denker für die Gegenwart. Dies auf mehreren Ebenen: für eine direkt akademische Schicht (Veröffentlichung von Tagungsbänden, auch von akademischen Zweckschriften) und für eine mehr kulturorientierte Schicht, so dass die Vielen, die ernsthafte Nahrung für Denken und Leben suchen, angesprochen werden.